Tierische Tausendsassas – Fotoausstellung von Klaus Echle
Die Ausstellung zeigt 34 großformatige Bilder des mehrfach ausgezeichneten Naturfotografen Klaus Echle. Sie gewähren spannende Einblicke in das Leben von Fuchs, Dachs und Steinmarder und das besondere Verhältnis dieser anpassungsfähigen Pelztiere zu uns Menschen.
In Freiburg kennen viele Menschen Klaus Echle durch seine Arbeit als Förster. Seit 2002 betreut er für das Städtische Forstamt das Revier Günterstal. Weit über Freiburgs Grenzen hinaus hat er sich als Natur- und Wildtierfotograf einen Namen gemacht. Seine Bilder wurden vielfach ausgezeichnet. So als Preisträger beim renommierten Wettbewerb „BBC Wildlife Photographer of the Year“ und bei „Europäischer Naturfotograf des Jahres“. 2021 war er mit einer Ausstellung auf dem Umweltfotofestival in Zingst vertreten. Seit Jahren hält er Lichtbildvorträge auf der Mundologia in Freiburg und an anderen Orten.
Dabei entstehen Echles Aufnahmen unter sehr klimafreundlichen Bedingungen. Im Vergleich zu vielen anderen Kollegen seiner Zunft reist er für seine beeindruckenden Aufnahmen nicht in ferne Länder. Er findet die Protagonisten und „Kulissen“ seiner Bilder tatsächlich in der „Wildnis vor der Haustür“, wie der Titel seines bekanntesten Vortrags verspricht.
In seinen Bildern hält Klaus Echle Situationen fest, die oft nur Momente dauern. Was auf manchen Fotos fast beiläufig wirkt, erfordert jedoch neben biologischem Wissen, und intimen Kenntnissen der heimischen Tier- und Pflanzenwelt vor allem Zeit und Geduld. Darüber hinaus zeugen die Bilder von einer tiefen Einfühlung in die jeweilige Tierart. Klaus Echle kennt die Gewohnheiten, Verhaltensweisen und die „Wohn“-, „Arbeits“- und Schlafplätze unserer heimischen Tierwelt. Nur deshalb gelingen dem Fotografen Bilder, auf denen sich Wildtiere in ihren natürlichen Verhaltensweisen zeigen, sei es interessiert, schlafend, spielend oder sich völlig ungestört gebend.
Im Laufe von fast 30 Jahren ist auf diese Weise ein beträchtliches Bildarchiv entstanden, das einen großen Fundus an Aufnahmen bedrohter Arten enthält. In dieser Einzelausstellung stehen jedoch nicht geschützte oder seltene Arten im Mittelpunkt, sondern alte Bekannte. Fuchs, Dachs und Steinmarder sind Tierarten, die wir zu kennen glauben. Reineke und Grimbart begegnen wir schon als Kinder in Märchen und Fabeln, wo ihnen meist kein guter Ruf anhaftet. Der Steinmarder macht sich als vermeintlicher Autoknacker auch nicht unbedingt Freunde. Als Raubtiere wurden alle drei Arten gejagt und dienten als Pelzlieferanten. Aber diese drei Tausendsassas sind so anpassungsfähig, dass wir ihnen auch zunehmend in unseren weiter wachsenden Großstädten begegnen. Nur: Wie gut kennen wir die alten Bekannten wirklich?
Die großformatigen Bilder zeigen Fuchs, Dachs und Steinmarder sowohl in ihren natürlichen Lebensräumen als auch mitten in der Stadt. Die Fotos regen dazu an, nicht nur über unser Verhältnis zu ihnen nachzudenken, sondern auch die Perspektive zu wechseln und uns zu fragen, was sie wohl von uns Menschen halten mögen.
Die Ausstellung wurde von der Stiftung Waldhaus initiiert und in Kooperation mit Klaus Echle und dem Städtischen Forstamt Freiburg realisiert.
Kontakte:
Verleih der Wanderausstellung: Dr. Margret Hansen (Ausstellungskuratorin WaldHaus Freiburg) unter margret.hansen@waldhaus-freiburg.de
Klaus Echle unter info@echle-naturfoto.de